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Das Gallahaus wurde Ende des sechzehnten Jahrhunderts gebaut und diente als Knappenhaus für den Goldbergbau in der Region. Der damalige Leiter des Goldbergbauwerkes, ein gewisser Herr Galla, war Namensgeber für das Knappenhaus. Mit dem Ende des Goldbergbaues ging das Gallahaus in den Besitz der Adelsfamilie Kraus über, die das Gallahaus als Landsitz benützten. Zu dieser Zeit hatte das Gallahaus eine Glasveranda und es fehlte das kleine Zuhaus. Dies wurde erst im 19. Jahrhundert als Spielhaus für die Tochter der Familie Kraus erbaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Gallahaus in den Besitz der Tauernkraftwerke, Betreiberfirma der vielen Speicher im Zillertal wie zb. Schlegeis und Zillergrund, über und diente als Wohnhaus für Angestellte. Das Gallahaus befand sich damals in einem sehr schlechten baulichen Zustand und die Tauernkraftwerke entschieden sich das Gallahaus zu verkaufen da für Sie eine kostspielige Renovierung nicht in Frage kam.

Dies war unsere Chance und im Jahre 1976 ging das Gallahaus in den Besitz der Familie Stöckl über. Wie bereits erwähnt befand sich das Gallahaus in einer sehr schlechten baulichen Verfassung, aber durch mehrjährige, liebevolle Renovierung erstrahlt das Gallahaus wieder auf der Anhöhe über Zell im Zillertal als einst zu Zeiten der Adelsfamilie Kraus.

Die Sage des Gallahauses

 

Aus der Zeit des Goldbergbaus rührt eine Sage über den Leiter des Bergbaues. Herr Galla galt als ein recht böser Mensch, der seine Knappen nur wenig gönnte. Er versuchte durch enorme Härte zu den Knappen die Produktivität des Goldbergwerkes zu steigern und war deshalb auch nicht gerade beliebt.

Eine alte Frau befand sich gerade auf dem Weg von Aschau in Richtung Zell am Ziller und wollte dort die Siebenuhr-Messe besuchen als ihr das 6-Uhr-Läuten des Kirchturmes verriet dass sie sich wohl in der Zeit vertan hatte. Als sie gerade auf der Höhe des Rohrer-Felsen umdrehen wollte sah sie ein helles, flammendes Leuchten aus Richtung des Gallahauses. Als das Leuchten näher kam erkannte Sie den Herrn Galla auf einem brennenden Wagen und der Kutscher war der Teufel persönlich. Das Teufelsgespann hielt auf den Felsen, der sich dann öffnete und den Herrn Galla mitsamt seinen teuflischen Kutscher verschlang. Die alte Frau erschrak sehr und bekreuzte sich mehrmals, glaubte aber vorerst ein Opfer ihrer Fantasie geworden zu sein.

Als sie dann zur rechten Zeit die Messe besuchte verlas der Pfarrer die Sterbensworte für Herrn Galla der überraschend in der Nacht gestorben war.